Rotkehlchen Erithavus rubecula


Altvogel
Altvogel

Altvogel
Altvogel

Weibchen beim Füttern der Jungen
Weibchen beim Füttern der Jungen

 

Größenangaben:

Größe: 14cm
Gewicht: 16 - 22 g
Merkmale:

Kleiner als der Spatz. Relativ langbeiniger, kleiner Vogel mit rundlichem Körper. Von der Stirn über die Kehle bis zur Brust typisches Rotorange; Bauch weißlich, Oberseite einheitlich olivbraun. Beim Jungvogel fehlt die rote Kehle, das dunkle, graubraune Gefieder ist heller gefleckt. Manchmal werden andere Vögel mit rötlicher oder roter Brust (Buchfink, Gimpel, Gartenrotschwanz) für Rotkehlchen gehalten. Rotkehlchen leben im unteren Vegetationsbereich und gehen oft auf den Boden. Fliegend legen sie in niedriger Höhe nur kurze Strecken zurück; Schwanz- und Flügelzucken. Die Flügel wirken beim aufrechten sitzen leicht herabhängend. Plustert sich bei Kälte auf und wirkt dadurch noch viel rundlicher. Rotkehlchen werden manchmal sehr zutraulich.
Stimme: Harte Rufe >tick tick< oder kurz >zik<, manchmal schnell wiederholt als >Schnickern<. Auch zartes, gedehntes >ziep< >zieh< oder >zisip<, wie es ähnlich auch von der Amsel zu hören ist. Der typische Gesang ist das ganze Jahr über zu hören, hauptsächlich in der Dämmerung. Trillernde, perlende aber auch scharfe Töne, zum Ende des Liedes abfallend, insgesamt stockend bis stockernd.

Siehe auch: Amsel, Gartenrotschwanz, Buchfink, Gimpel.

Lebensraum:

Brutvogel in ganz Europa, außer den äußersten Norden. Bei uns überall häufig vorkommender Brutvogel, tritt aber in einigen Regionen im Winter seltener auf. Lebt in unterholz- und gebüschreichen Wäldern, Gärten oder Parks, auch gern in der Nähe von Wasser.

Fortpflanzung:

Das Nest, ein backofenförmiger Bau, wird direkt am Boden, zum Beispiel unter Wurzeln oder im Gestrüpp, in Bodenhöhlen oder Vertiefungen an Bäumen oder Mauern meist vom Weibchen allein angelegt. Im April beginnt die Eiablage; 2 Bruten pro Jahr. 5-7 helle Eier mit unterschiedlichen dunklen Flecken und Schattierungen. Gebrütet wird vom Weibchen 13-15 Tage lang; Männchen und Weibchen versorgen die Jungen 12-15 Tage im Nest.

Nahrung:

Im Herbst und Winter meist nur Beeren, in den Sommermonaten Insekten, Spinnen und Würmer, die nach drosselart oft unter Fallaub gesucht werden.